Das Baugrundgutachten enthält die Dokumentation und komplexe Auswertung der Ergebnisse aus der Baugrunderkundung und den Laboruntersuchungen. Ausgerichtet auf das Bauvorhaben werden Vorschläge zur Anpassung des Bauwerks an den Baugrund unterbreitet. Das Baugrundgutachten stellt somit die Grundlage für die Projektierung der Gründungsmaßnahmen und aller damit verbundenen Arbeiten dar.

In der Regel werden geplante Hochbauten flach gegründet - auf Streifenfundamenten, Einzelfundamenten oder auf bewehrten Fundamentplatten.

In Abhängigkeit der erkundeten Baugrundverhältnisse kann es notwendig sein, die Festigkeit der angetroffenen Böden zu erhöhen, um eine bessere Tragfähigkeit und / oder ein verringertes Setzungsverhalten zu erreichen. Dazu erforderliche Maßnahmen können folgende sein:

  • eine Verdichtung des Bodens
  • ein teilweiser oder vollständiger Ausbau der Böden mit ungenügenden Setzungs- bzw. Tragfähigkeitseigenschaften mit anschließendem Einbau eines Gründungspolsters aus geeignetem Material
  • Ausführung von Baugrundverbesserungen, wenn ein Bodenaustausch unwirtschaftlich wird, z.B. durch
    • Bodeninjektionen
    • Rütteldruckverdichtungen
    • Rüttelstopfverdichtungen
    • Vermischen des Bodens mit Bindemitteln

Je nach geplantem Bauvorhaben und den angetroffenen Baugrund- und hydrologischen Verhältnissen können auch so genannte Brunnengründungen eine Alternative sein.

Beginnen tragfähige Bodenschichten erst in einer Tiefe, die eine Flachgründung nicht mehr möglich oder unwirtschaftlich macht, wird eine Tiefgründung, zumeist auf Pfählen nötig. Für Pfahlgründungen kann auf eine Vielzahl verschiedener Pfahlarten zurückgegriffen werden.

In der auf das Bauvorhaben abgestimmten Gründungsberatung, einem Bestandteil des Baugrundgutachtens, werden anhand der erkundeten Baugrundverhältnisse Gründungsmöglichkeiten mit den dazu notwendigen baugrundseitigen Voraussetzungen empfohlen und erörtert.

Wir erstellen das auf Ihr Bauvorhaben abgestimmte Baugrundgutachten, was in Anpassung an das Bauvorhaben folgende Angaben enthält:

  • Beschreibung der angetroffenen Bodenverhältnisse mit geotechnischer und bodenmechanischer Beurteilung der Schichten
  • Einstufung der Böden gemäß DIN 18 196 und 18 300 und Klassifikation ihrer Frostempfindlichkeit / Frostempfindlichkeitsklasse im Straßenbau
  • Beschreibung und Bewertung der vorgefundenen hydrogeologischen Verhältnisse, Ermittlung des HGW (des höchsten Grundwasserstandes)
  • Angabe der Bodenkennwerte für erd- und grundbautechnische Berechnungen
  • Erörterung der Gründungsmöglichkeiten unter Angabe der damit verbundenen baugrundseitigen Voraussetzungen
  • Darlegung erforderlicher / einsetzbarer Spezialgründungsverfahren
  • Ermittlung der für den anstehenden Baugrund zulässigen Bodenpressungen, bzw. der Steife- / Bettungsmoduln für Flachgründungen
  • Angabe der baugrundseitigen Parameter zur Bemessung von Pfahlgründungen / Ermittlung zulässiger Belastungen von Einzelpfählen
  • Berechnungen zur Abschätzung der zu erwartenden Setzungen
  • im Rahmen geplanter Durchörterungen Ermittlung der Setzungen nach SCHERLE
  • Hinweise zur Baugrubengestaltung und zu Baugrubensicherungen
  • Angaben zur Anlage von Böschungen und ihrer möglichen Sicherung
  • Maßnahmen zur Wasserhaltung
  • Angaben zu möglichen Auswirkungen auf Nachbarbebauungen
  • bei geplanten Unterkellerungen baugrundseitige Angaben zur erforderlichen Art der Abdichtung nach DIN 18 195

Wenn Sie sich für die Ausführung einer Baugrunduntersuchung entscheiden, unterbreiten wir Ihnen gerne ein kostenfreies Angebot, das auf Ihr geplantes Bauvorhaben abgestimmt ist und den von uns empfohlenen, optimalen Untersuchungsumfang zur Baugrunderkundung enthält.

Zur Angebotsanforderungen können Sie gerne unser Kontaktformular nutzen.