Die erforderliche Baugrunduntersuchung zur Schadenserkundung und der daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen bezüglich notwendiger Sanierungsmaßnahmen ist immer abhängig vom konkreten Objekt - vom Bauwerk und dessen Besonderheiten, von dem vorhandenen Schadensbild, von den morphologischen / topografischen Gegebenheiten vor ort und von den zu erwartenden Bodenverhältnissen.

Die vorhandenen Schadensbilder (der Verlauf der Rissbilder / Gebäudeschiefstellungen / Verformungen bei Fachwerkbauten) können auf die möglichen Schwachstellen im Baugrund und / oder an der Gründung hinweisen.

Neben der Erkundung der Baugrundverhältnisse müssen auch verlässliche Angaben zur Art der ausgeführten Gründung - zu den Fundamentabmessungen und der Fundamentbeschaffenheit - vorliegen bzw. über das Anlegen von Schürfen ermittelt werden.

Aus den Erkundungsergebnissen zum Baugrund und zu den Gründungsverhältnissen erfolgt die Analyse zu den möglichen / zutreffenden Schadensursachen.

Grundsätzlich kann eine Vielzahl von Ursachen für Schäden im Gründungsbereich in Frage kommen, wobei durchaus mehrere Ursachen, auch statischer Natur, miteinander korrespondieren können.

Baugrundseitige Ursachen schädlicher Setzungen können u.a. folgende sein:

  • erhöhte Zusammendrückung setzungsempfindlicher Schichten (z.B. organische Böden wie Torfe, Lehmböden mit einem hohen Wasseranteil, für Lastabtragungen ungeeignete Auffüllungen, Sande geringer Lagerung)
  • Änderungen in den Wasserverhältnissen (z.B. infolge von Grundwasserabsenkungen, aufgrund erhöhter Durchfeuchtungen bzw. starker Austrocknungen in Lehmböden, durch den Einfluss unmittelbar am Bauwerk vorhandener Vegetationen, aufgrund schadhafter / ungenügender Regenwasserableitungen)
  • Frostschäden

  • aufgetretene Lastveränderungen an Baugrund und Bauwerk im Laufe der Standzeit eines Gebäudes (z.B. infolge früherer Sanierungen bzw. baulicher Veränderungen, aus Bodenabtragungen bzw. -auflockerungen am Gebäude, aus Mitnahmesetzungen angrenzender Neubebauungen, durch Erschütterungen, aufgrund von Schäden am Fundament)

Der Umfang der notwendigen Baugrunderkundung wird von uns nach einer Ortsbegehung und in Absprache mit den Planern / dem Bauherrn im Rahmen eines Angebotes unterbreitet.
Empfohlen wird dabei, die Aufschlussstellen nicht nur in den Schadensbereich zu legen, sondern auch Bereiche mit in die Erkundung einzubeziehen, in denen keine Schäden ersichtlich sind, um anhand möglicher Abweichungen im Bodenaufbau bessere Aussagen treffen zu können.

Kleinrammbohrungen und Rammsondierungen werden durch uns ausgeführt.
Zur Ermittlung und Dokumentation der Gründungsverhältnisse bieten wir die Ausführung von Schürfen in Handschachtung bzw. die Abnahme bereits angelegter Schachtungen an.

Bei Erfordernis werden auch Kernbohrungen veranlasst, um Prüfungen am Fundamentmaterial vornehmen zu können. In diesen Fällen greifen wir auf das erprobte Leistungsspektrum der Fläming Baustofflabor GmbH, Treuenbrietzen zurück.

In Auswertung der Erkundungsergebnisse wird geprüft, welche baugrund- bzw. gründungsseitigen Gegebenheiten Ursache für die aufgetretenen Schäden sein können und werden baugrundseitige Empfehlungen zu den Sanierungsmaßnahmen gegeben, die nicht immer eine Sanierung der vorhandenen Fundamente bedeuten müssen.
Zu den notwendigen Sanierungsmaßnahmen werden die dazu erforderlichen baugrundseitigen Parameter geliefert bzw. konkrete Vorschläge zu weiteren gezielten Untersuchungen empfohlen, um die Sanierungsmaßnahmen planen zu können.